Thalin

 

 

Im Sommer 2008 schaffte ich es nach langen Suchen und Mühen endlich mein Buch "Thalin" unter dem Edition-Nove Verlag zu veröffentlichen. Es hat mich lange Zeit, viel Schweiß und so manche Gehirnzelle (die wegen Überarbeitung starb) gekostet, doch dafür war die Freude als ich das erste Exemplar in Händen hielt umso größer. Inzwischen ist einige Zeit vergangen und das Buch erfreut sich steigender Bekannt- und natürlich Beliebtheit.

 

 

 

Im fernen Kelthland lebte einst der junge Zauberschüler Thalin mit seinem besten Freund Harva, vom Volk der Gothländer. Ihr gemütliches und unbeschwertes Leben erfährt einen harten Schlag, als Thalin bei einer einfachen Zauberübung schreckliche Schmerzen erleidet und das Bewusstsein verliert. Sein weiser Großvater schickt ihn in Begleitung Harvas in die Hauptstadt der Zauberer, Pylaris, wo der hohe Rat der Zauberer versucht herauszufinden was mit Thalin bei dieser, eigentlich ungefährlichen Übung, geschah.

Doch niemand hätte das was sie entdecken erwartet.

 

 

Auszüge:

 

 

Eben an solchen Tagen, sei es Zufall oder Schicksal, besuchen mich meist meine lieben Enkelkinder- oder sind es meine Urenkel? –und wollen das ich ihnen Geschichten erzähle. Oft nehmen sie dann noch Kinder aus dem Dorf mit und ehe ich mich versehe, sitze ich zwischen einer Bande aus zwanzig kleinen Mädchen und Jungen, die darum betteln, unterhalten zu werden.

Dann erzähle ich ihnen Geschichten. Geschichten über die alten Sagenhelden, wie Mufghor, der einst zwei Riesen getötet haben soll, oder von Lathalia, der schönsten Frau die es je gegeben haben soll und natürlich ihre liebste Geschichte, die von mir und meiner abenteuerlichen Reise.

Wie gesagt, sitze ich hier, auf meinem Lieblingsplätzchen und sinniere über das Älterwerden, da sehe ich schon die kleine Bande, wie sie den Hügel zu mir heraufstürmt.

Dann höre ich die Rufe, die Scherze und die Bitten, doch auf die Langsameren zu warten. Die kleinen Mädchen haben Blumenkränze im Haar und die Jungen Stöcke, die sie in Spielen als Schwerter nutzen, in den Händen.

Sie tummeln sich um mich herum, jeder möchte eine andere Geschichte hören, während sich andere um die besten Sitzplätze rangeln. Manchmal klettern sie über das Fenster in das Strohdach und sehen auf mich hinunter, wenn ich erzähle.

Kurz darauf werde ich von dutzenden kleinen Händen geschubst und gedrückt und mir werden Blumen und Käfer in den Schoß gelegt. Mir geht immer das Herz auf, wenn ich die Kleinen so ansehe. Mit ihren niedlichen roten Bäckchen und den zarten, kleinen Händchen.        Auf einmal kehrt Stille ein, denn ich zünde meine große Pfeife an, deren Geruch vor allem bei den kleinen Mädchen sehr beliebt ist, dies nämlich ist das Zeichen, dass ich gleich anfangen werde.

Ich frage sie ruhig, welche Geschichte sie hören wollen und blicke in die Runde. Aufgeregt fangen sie an zu tuscheln und zu beraten, denn ich erzähle immer nur eine Geschichte am Tag und schließlich haben sie sich entschieden.

Natürlich wollen sie diejenige hören, die ich schon tausende Male erzählt habe, ihnen, ihren Eltern und deren Eltern. Die Geschichte von meiner abenteuerlichen Reise mit meinem besten Freund.

Thalin.

 

 

 

 

 

Ich alter Narr hatte nicht Acht gegeben. Er war ins Reich der Sinne eingetreten und offenbar durchlitt er gerade einen Albtraum. Ich sprach einen Zauberspruch, der blaues Licht aus meinen Armen wie Wasser in seinen Körper fließen ließ. Ich versuchte seine magischen Kräfte zu blockieren, damit er mir nicht die Schrecken aus seinem Traum entgegenschleuderte, doch die Magie die ihn durchströmte war stark.

Ich musste mich sehr anstrengen und den Spruch drei Mal wiederholen, bevor ich spürte, dass ich seine Fähigkeiten unterbunden hatte.

Ich begann ihn zu schütteln und rief ihm zu, er möge endlich aufwachen.

Dann schlug er die Augen auf.

Sie waren leer und starrten irgendwo ins Nichts. Ich gab ihm eine Ohrfeige, doch das änderte nichts. Schnell legte ich meine Hand über seine Augen und beschwor sie, ihren Dienst zu tun, doch dann fing er an sich wie gestochen zu winden und zu krümmen.

Ich hatte Mühe, ihn festzuhalten und zu verhindern, dass er mit dem Kopf gegen den Baum schlug, als er plötzlich begann wirres Zeug zu schreien. Ich drehte sein Gesicht mit aller Gewalt zu meinem und legte in seinen Mund magischen Atem, auf dass er vernünftig sprechen konnte.

Doch dadurch ging das Geschrei erst wirklich los.

„Die Luft, sie brennt! Alles, alles brennt! Der Wind schreit und die Erde! Sie schreien, sie schreien so furchtbar laut, warum hört das keiner? Helft ihnen! Das Wasser, das Wasser kocht in allen Flüssen und im Boden, Helft ihnen! Bitte, macht dass es aufhört!“

So und ähnlich schrie er, während er sich wand und krümmte. Ich entzog ihm den Atem wieder und legte dann einen Zauber auf seine Ohren, sodass er nicht mehr hören konnte, was der Wind, oder sonst irgendetwas zu ihm sagte.

Er beruhigte sich und sackte heftig schnaufend in sich zusammen, weinend wie ein kleines Kind und zitternd. Ich nahm meine Sachen und zog sie mir schnell über, dann nahm ich Thalin in meine Arme.

 

 

 

 

 

Nun meldete sich eine der Masken zu Wort. Den Mann kannte ich nicht besonders gut, ich wusste nur, dass er im Außendienst beschäftigt war und sich im Pylatar nur selten persönlich zeigte.

„Schwarze Magie ist eine gut klingende Möglichkeit, doch ich denke es war doch etwas anderes.

Ich befinde mich zurzeit auf einer vulkanisch sehr aktiven Insel im östlichen Südmeer. Hier schreien und leiden die Elemente andauernd, weswegen ich aufhörte mich ihnen zu widmen. Die Beschreibung des jungen Mannes, bei der Anrufung der Elemente erinnert mich sehr an das was sich hier abspielt.

Ich glaube der Junge litt in diesem Moment an einer Magieüberempfindlichkeit und hörte die Kunde des Windes dieser oder einer ähnlichen Insel, oder Landschaft, anstatt nur den normalerweise für ihn hörbaren Winden zu lauschen.

Ich plädiere für Entlassung, da derartige Fälle in der Regel nur einmal und dann nie wieder auftreten!“

„Das glaube ich nicht!“, antwortete eine Magierin, die sich die Erinnerung angetan hatte, ohne auf mein Einverständnis zu warten. Da es jedoch so aussah, als wollte sie dringend etwas sagen, ließ ich sie gewähren und unterbrach sie nicht.

„Ich sage der Junge ist ein Geistgeborener. Er muss ein Magier sein, dessen Leben dem Geist eines der vier Elemente entspringt. Die Stärke und Intensität, mit der er dieses Erlebnis empfand war unbeschreiblich.

Ich bin der Meinung, dass der Geist des ewig ändernden Feuers mit ihm Kontakt aufnahm und ihn daran zu erinnern versuchte, wem er sein Leben zu verdanken und zu widmen hatte.

Bei der Anrufung der anderen Geister, dem des nie ruhenden Wassers, des endlos kreisenden Windes und der unendliche währenden Erde, erzürnte der Geist des Feuers und bestrafte alle vier Elemente gleichermaßen in der Gefühlswelt des Jungen.

Ich fordere, ihn zum Tempel der Flammen zu bringen, wo der Feuerorden herausfinden soll, ob meine Vermutung zutreffend ist!“

Ich sah zu Thalin.

Er schien von dem Treffen wenig begeistert zu sein. Offenbar gefiel es ihm überhaupt nicht, so viel Urteile, Meinungen und scheinbare Entscheidungen zu hören.

 

 

 

 

 

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